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Omisalj liegt im äußersten nordwestlichen Zipfel der Insel: 85 m über dem Meeresspiegel, über einer weiten und tiefen Bucht. Für denjenigen, auf dem Landwege nach Krk kommt, ist es der erste Ort auf de Insel. Seine geografische Lage und die neue Brücke haben die ouristische und wirtschaftliche Entwicklung des Ortes positiv beeinflußt: es gibt jetzt hier
einen internationalen Flughafen, die adriatische Ölleitung und einige petrolchemische Werke modernster Machart, die miteinem umweltfreundlichen Konzept errichtet wurden. Die herrliche Bucht, der malerische Ort. das grüne Hinterland und das milde Klima, das sich zwischen 10 Grad im Winter und 25 Grad im Sommer bewegt, machen Omisalj zu einem bevorzugten Touristenziel: die Gäste finden hier schöne Hotels, eine große Auswahl an Lokalen und Restaurants, und endlose Möglichkeiten, die verschiedensten Sportarten auszuüben. Omisalj ist ein kleiner Ort mit einer großen Geschichte: die ersten dokumentarischen Erwähnungen gehen auf das XII. Jhdt zurück, aber archäologische Funde beweisen, daß die Wurzeln bis in die Vorgeschichte zurückgehen. Auch das Gemeindegebiet wurde schon in der Antike besiedelt: die Römer gründeten auf der Halbinsel Ert eine große Stadt mit Namen Fulfinum, die später, nach dem Sturz des Römischen Kaiserreiches zerstört wurde (ca. V. Jhdt). Omisalj entwickelte sich. wie die heutige Struktur des historischen Zentrums beweist, um ein Kastell herum. Der Ort wurde als einer der ersten von den Kroaten eingenommen, die ihre eigene Sprache. Sitten und Gebrauch mitbrachten. Das Gebiet ringsum hingegen hatte noch unter einer zweiten Einwanderungswelle zu leiden: Mitte des V. Jhdts wollte Prinz Ivan VII. von den Frangipane die unbewohnten Gebiete neu besiedeln lassen, und so wurde eine Großzahl von Dörfern von Einwanderern kroatischer und morlakkischer Herkunft gegründet. Heute ist das von den Römern an der Küste gegründete Njivice das wichtigste Dorf im Gemeindegebiet. Omisalj war von großer strategischer Wichtigkeit und wurde im V. Jhdt mit Befestigungsanlagen versehen: von der Stadtmauer ist heute noch der Turm zu sehen, der in der jüngeren Vergangenheit als Schule diente und später Büros der öffentlichen Verwaltung beherbergte. Der Ort hat viele Kirchen - einige sehr alte. andere jüngeren Datums, aber nicht weniger faszinierend. Außerhalb der Stadtmauer liegtv die Benediktiner-Abtei San Nicolö. die für die Kroaten einen ganz besondern Wert hat so erhielten die Mönche im XIII. Jhdt vom Papst das Recht, bei Messen und dergleichen , die lokale Sprache benutzen zu dürfen.

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Der am Meer gelegene Ort wurde von Venedig gegründet und hat im letzten Jahrhundert aufgrund des riesigen touristischen Interesses eine enorme Entwicklung durchgemacht.
Njivice war wahrscheinlich schon in der Antike bewohnt und wird erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 1474 erwähnt. Das Dorf bestand aus einigen wenigen Fischern, Hirten und Bauern, die ihre Häuser rund um die kleine Kirche Santa Maria della Nativitä, die einstige Kapelle der Frangipane. errichtet hatten. Thronfolger Erzherzog Rudolf von Habsburg stattete dem Ort Ende des XIX. Jhdts als begeisterter Vetretrer des Jagdtourismus einen Besuch ab. und so tauchte Njivice kurzzeitig auch in den Berichten über das große Weltgeschehen auf. Und sofort kamen auch die ersten Touristen: Aristokraten und reiche Bürger des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches. Als zwischen 1902 und 1905 der Außendamm errichtet wurde, nahm der Touristenstrom weiter zu. Es wurde ein erstes Hotel errichtet, dann Villen und Ferienhäuser und schließlich weitere Hotels: die festansässige Bevölkerung wuchs in unvorhersehbarem Maße, und es entstand Kijac, eine neue Siedlung • heute praktisch einsmit Njivice.Charakteristisch für das üppige Hinterland ist der See Jezero. der als Trinkwasserversorgung für die Orte Njivice und Malinska dient. Kilometeriange. schöne Strande, ein absolut sauberes Meer und eine gesunde und heilkräftige Luft - als Tourist können Sie zwischen zahlreichen Hotels wählen, sich ein Privatzimmer mieten oder Camping machen, ganz wie Sie wollen. Njivice hat einen schönen Hafen und hervorragende Restaurants, wo Sie sich die Spezialitäten der lokalen Küche zu Gemüte führen können.
 
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Ein Dorf und einige in einem riesigen Bereich verstreut liegende Häuser - das Ganze im Nordosten der Insel: das ist Malinska. Jedes Jahr im Sommer bevölkert es sich mit Touristen und Besuchern, die von dem herrlichen Meer. demgün stigen Klima und der gesunden Luft angezogen werden - Ende des XIX./Anfang des XX. Jhdts hat der Ort aufgrund dieser Eigenschaften den Titel "Badeort" verliehen bekommen. Die großen Hotels, die Villen und Ferienhäuser sind in solchem Maße gewachsen, daß sie heute die ganzen verschiedenen
kleinen Siedlungen miteinander verbinden. Die beiden ersten Dörfer hier in der Gegend waren Gomilac und Miholjce, die für lange Zeit auch die einzigen blieben - in einem Gebiet, das von dem nahen Krk und dem Schloß Omisalj beherrscht wurde. Im Mittelalter gab es hier zwei Kirchen: S. Martino und S. Apollinare. die im Jahr 1153 von Doimo l. Frangipane dem KlosterSan Benedetto Po beziehungsweise der Benediktinerabtei S. Cipriano von Murano als Schenkungen überlassen wurden. Ungefähr Mitte des XV. Jhdts ließ Ivan VII. Frangipane. derGraf von Krk. in diese unbewohnte Gegend der Insel Siedler aus Rumänien und dem östlichen Teil des Balkans körnen • so entstanden neue Siedlungen, die schnell anwuchsen und weitereSiedler anzogen. Die Siedlungen wurden zur selbständigen Gemeinde, und so blieb es auch während der Herrschaft der Republik Venedig: Hauptort wurde das am Meer gelegene Bogovici (heute ist es Malinska), das sich derart vergrößerte, daß auch Bogovici eingemeindet werden mußte. Die Bevölkerung hat sich ihre alte Mundart "Ciäkava" ebenso wie zahlreiche Traditionen erhalten, die sich heute in den verschiedensten traditionellen Veranstaltungen ausdrücken: so die "Sensa". die Wettläufe der Hirten am 23. Juli, die Gesänge der Koleda zu Weihnachten und Neujahr und einige weitere, die in dten Sommermonaten stattfinden. Interessant ist die Kirche Santa Maria Maddalena in Porat. gegenüber von Malinska. Sie wurde von den Frangipane gegründet und später den Mönchen der altrussischen Brüderschaft als Schenkung überlassen. Die Kirche hat auf dem Hauptaltar ein schönes Polyptychon. ein Werk des Girolamo da Santacroce (1555), und im Konvent befindet sich heute ein Museum über Kirchenkunst, Folklore und Ethnografie. Die Bevölkerung hat sich in der Vergangenheit der Landwirtschaft und dem Export von Holz und landwirtschaftlichen Produkten gewidmet, und ungefähr Mitte des XIX. Jhdts wurde eine Dampfschifflinie nach Triest und Rijeka eingeweiht. Später, in den 80er Jahren des XIX. Jhdts kamen die ersten Touristen nach Malinka und haben für den Ort eine positive Entwicklung eingeleitet, die bis heute andauert.
 
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Die Wurzeln des Ortes Krk reichen weit in die Vergangenheit zurück, und die Inschrift einer Gedenktafel aus dem IV. Jhdt spricht von der "splendissima Civitas Curictarum", der herrlichen Stadt der Curicter: einem Volksstamm illyrischer Abstammung, Gründer eines Castelliere, aus dem später ein kleiner, befestigter Ort hervorgegangen ist. Die Bewohner standen in regem Kontakt mit den Griechen, wenn man davon ausgehen kann, daß die Insel Koureto aus der Odyssee identisch ist mit der unseren. Schließlich weckten sie die Expansionsgelüste der Römer, die sich des Ortes bemächtigten und ihn zum prächtigen Hauptort ihrer schönen Insel "Curicta" machten. Nach dem Übertritt zum Christentum wurde die Stadt Curicta Bischofssitz und erhielt eine Basilika, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Fundamenten eines alten illyrischen, später von den Römern geweihten, Tempels errich-
tet wurde. Im VI. und VII. Jhdt kamen die Kroaten in die Gegend, und Krk lebte von da an in seinen Stadtmauern einen grundle genden Bilinguismus. Die dalmatische Sprache römischen Ursprungs überlebte bis Ende des XI. Jhdts, und noch heute spricht eine Gruppe von Einwohnern italienischer Abstammung neben dem Kroatischen ihren Venetien-Dialekt.
Das friedliche Miteinanderieben verschiedener Bevölkerungsgruppen hat das künstlerische und folkloristische Repertoire von Krk beträchtlich bereichert: in den Schulen wurde lateinisch und kroatisch unterrichtet, und es wurde sowohl das lateinische wie das russische Alphabet verwendet. Die Einwohner der Stadt begingen (und begehen noch heute) zur Erinnerung an die Zugehörigkeit zum Patriarchat von Aquileia mit beeindruckenden Prozessionen das Osterfest und am 10. August San Lorenzo. Ihm wurde als einem der ersten Heiligen in Krk eine Kirche geweiht - die flühchristliche Kiche auf dem Friedhof. Früher wurden in der Stadt auch Geschicklichkeitswettbewerbe, Pferderennen und sogar Stierkämpfe ausgetragen. Heute gehören zur Gemeinde Krk Vrh einige Siedlungen, die zur Zeit des ottomanischen Reiches von den christlichen Flüchtlingen aus Bosnien östlich des Zentrums errichtet worden waren, außerdem Kornic und ein paar weitere Dörfer im Nordosten. In der Bucht von Punat liegt die kleine Insel Kosljun, eine wahre Naturreserve, auf der einst ein Franziskanerkonvent und eine kleine Kirche errichtet wurden. Im Konvent befinden sich außer einem Archiv auch eine Bibliothek mit einem reichhaltigen , Bestand an Handschriften und Inkunabolen und verschiedene. Museumssammlungen. In der Kirche können Sie sich unter anderem auf dem Hauptaltar ein schönes Polyptychon ansehen, ein meisterhaftes Werk von G. da Santacroce (1535). Zu Krk gehört auch die unbewohnte Insel Plavnik, die gern zur Jagd genutzt wird. Krk ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel: eine Stadt, die dem Touristen viel Interessantes bietet und über ein großes Angebot an Hotels und Campingplätzen verfügt. Auch zahlreich sind die Restaurants vertreten, die Fisch- oder Lammspezialitäten anbieten. Der Dienstleistungsbereich ist ebenso gut ausgebaut wie das Vergnügungs- und Sportangebot. Speziell im Sommer wird die Stadt belebt durch eine Unzahl von Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten und traditionellen Kirchweihfesten. Krk hat dazu einen unermeßlichen Bestand an historischen und kulturellen Schätzen verschieden ster Art und ist optimal mit den umliegenden Orten verbunden. Nach Kosljun und in die Hauptorte der Insel werden organisierte Ausflüge angeboten.
 
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Nicht weit entfernt von Krk befindet sich Punat, die jüngste Gemeinde auf der Insel, denn sie ist erst seit wenig mehr als 100 Jahren selbständig. Vorher war der Ort an der Mündung der weitläufigen Bucht mit der kleinen Insek Kosljun von Krk abhängig. Zur Gemeinde Punat gehört heute außer dem Hauptort selbst noch die Siedlung Stara Baska. Der Mensch hat in dieser Gegend schon in vorhistorischer Zeit gesiedelt: zu den ersten Ansässigen gesellten sich bald die Illyrer, die hier ein Castelliere gründeten. Später kamen die Griechen und schließlich die Römer, die dem Ort den namen Pons (Brücke) gaben. Von diesem Namen, kroatisch ausgesprochen, rührt der heutige Ortsname Punat her. Die ersten Dokumente, die Punat erwähnen, stammen aus dem XIII. Jhdt: es muß sich damals um einzelne Gehöfte gehandelt haben, die in einem wuderschönen, fruchtbaren und intensiv bebauten Land verstreut lagen. Man weiß, daß eins der Häuser einem gewissen Boz gehörte (noch heute trägt ein Ortsteil diesen Namen) und ein anderer Hof im XV. Jhdt den namen Colina trug - heute als
Kolusina bekannt. Weitere Dokumente aus dem XV. Jhdt erwähnen das mit einer San Pietro geweihten Kapelle ausgestattete Dorf Kanajt ("Cannetum" ?) an der Nordseite der Bucht, und eine San Pietro geweihte Kapelle muß sich in Poduniza befunden haben. Verstreut übers gesamte Gebiet liegen eine Großzahl von Kirchen und Kapellen, der älteste Ortsteil scheint allerdings in einer gewissen Entfernung zum Meer gelegen zu haben - auf einem Hügel mit dem Namen Glavicica. Die Hauptaktivitäten der Einwohner von Punat waren über Jahrhunderte hinweg die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Viehzucht. Später kam durch die Notwendigkeit, das für den Handel bestimmte Holz und die landwirtschaftlichen Produkte zu transportieren, die Schiffahrt dazu. Ende des XIX. Jhdts wurde die Schiffswerft eröffnet, die noch heute als Spezialbetrieb für Wasserfahrzeuge in Holz arbeitet. Und Anfang des XX. Jhdts wurde schließlich noch eine Dampfschiffahrtsgesellschaft gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg begann sich die Industrie zu entwickeln, und in den 60er Jahren wurde in Punat eine Hafenanlage für Jachten eröffnet die größte im gesamten östlichen Adriaraum. In Punat gibt es heute zwei große Hotels, zwei Campingplätze und eine Vielzahl von Strandbädern. Das Klima ist durchgehend mild, gemäßigt im Winter und dank des Mistrals angenehm frisch im Sommer.
 
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Baska.eine schöne Kleinstadt im Sudosten der Insel, ist bei den Touhsten sehr beliebt: vor allem wegen seiner kilometerlangen.sanft ins Wasser übergehenden Sandstrände. Der Ort liegt in einer weiten, tiefen Bucht: gegenüber im Meer liegen die Inseln Prvic und Zecevo und im Rücken entwickelt sich das Hinterland - das heißt, das gleichnamige Tal. durch das der Vela Rika fließt und das beherrscht wird vom Treskavac. dem höchsten Berg der Insel. Zur Gemeinde Baska gehören die Dörfer Bascansca Draga. Batomalj und Jurandvor. Baska hat viele Naturschönheiten und •besonderheiten, die den Besucher anziehen. So wächst in der Bucht eine Pflanze, die es nur hier gibt: der berühmte "Waldmeister von Borbas". Das Tal ist seit der Antike besiedelt, und es scheint, als ob für die Römer Baska so eine Art Touristenzentrum gewesen sei. denn sie schickten ihre Truppen hierher zum Überwintern. Archäologische Ausgrabungen lassen vermuten, daß auch in Bosar eine römische Siedlung existiert hat. Die Küste und das Hinterland wurden von den Kroaten besiedelt, wie der alte Dialekt Ciäkava. der hier in der Mundart "Tsa" gesprochen wird, beweist. Die Kroaten wechselten dank der enediktinermönche, die in Jurandvor sine Abtei gegründet hatten, zum Christentum über. Im Innern der Kirche, die Santa Lucia gewidmet ist. ist der wiederentdeckte "Stein von Baska" zu sehen. Auf ihm ist im alten russischen Alphabet der Schenkungsakt, mit dem der kroatische König Zvonimiro den Benediktinern ein Stück Boden überließ, festgehalten. Die Schenkung erfolgte im XI. Jhdt, und die Niederschrift ist das erste Schrtiftstück in kroatischer Sprache. Auf dem alten Glockenturm der Kirche Santa Lucia haben wir mit dem eingemeißelten "Schachbrett" die älteste bekannte Wiedergabe des kroatischen Wappens. Die Benediktiner blieben bis zum XV. Jhdt in der Abtei von Jurandvor: in der Zwischenzeit war der auf dem Hüge» Bag gelegene Hauptort des Tals von Venedig angegriffen und zerstört worden. Die Überle benden siedelten von daher in die Bucht über und gründeten einen neuen Ort mit Namen Pri Mori (später Baska Primolje und heute Baska Nova). Baska unterhielt über Jahrhunderte ausgezeichnete (Handels-)Beziehungen zu den Bewohnern von Senj. aber unter der venezianischen Herrschaft wurden diese Kontakte verboten, unds es wurden Flüchtlinge (Untertanen der Republik Venedig) hiertier gebracht, die vor den Einfällen der Türken hatten flüchten müssen. Die Einwohner von Baska beschäftigten sich hauptsächlich mit Landwirtschaft und Viehzucht. Sie produzierten Wolltücher hervorragender Qualität, die sie mit Segelschiffen bis nach Venedig transportierten, um sie dort zu verkaufen. Ein Beweis des erreichten Wohlstands ist die Pfarrkirche, die mit einem Gemälde von Palme dem Jüngeren und einem Altaibild von Francesco Juriceo verschönt ist. Mit der Herrschaft der Habsburger begann sich eine nationalistische kroatische Bewegung zu entwickeln, die sich in Baska um den Kutturzirkel "Citaonica" (gegr. 1874) sammelte. Hauptaktivitäten waren die Schiffahrt und Produktion und Verkauf von Wein. Ende des XIX. Jhdts entwickelte sich aufgrund des Zusammenbruchs der beiden vorgenannten Aktivitäten neben neuen landwirtschaftlichen Produktionszweigen auch langsam die touristische Bewegung. Heute kann der Besucher, der mit dem eigenen Fahrzeug oder mit der Fähre nach Baska kommt, auswählen zwischen einer Großzahl von Hotels (historischen oder supermodernen). Privatzimmem oder Campingplätzen. Zahlreiche Veranstaltungen erfreuen Jahr für Jahr den Touristen - wir wollen Sie hier nur auf die charakteristischen Tage des Fischers" aufmerksam machen.
 
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Vrbnik ist ein ziemlich großer Ort an der Ostküste der Insel - er liegt in herrlicher
Panoramaposition auf einem Felsen, der steil ins Meer abfällt. Das historische Zentrum, das sich im Mittelalter um das antike Kastell gebildet hat. liegt etwa 50 m über
dem Meeresspiegel. Es ist mit seinen reizvollen Kirchen, den Würde ausstrahlenden Palästen und den alten Häusern, die die sich gegenseitg Schutz geben den langen, engen und gut geschützten Gassen ein höchst malerischer Anblick. Die ersten Zeugnisse über die Existenz eines Ortes Verbnk gehen auf das XII. Jhdt zurück, aber der Mensch hat hier schon in vorhistorischer Zeit gesiedelt. Dort. wo sich heute der älteste Teil des Ortes befindet, wurden Spuren eines vorhistorischen Castelliere illyrischer Gründung sichergestellt • Funde an verschiedenen anderen Stellen des Gemeindegebietes zeugen von weiteren Gründungen, so in Kostrij. in Garica und in der Nähe des Dorfes Risika. Diese ersten Siedlungen standen in Kontakt mit griechischen Stämmen, wurden schließlich aber von den Römern erobert, die im
Gebiet die verschiedensten Ansiedlungen, befestigte Dörfer und rustikale Villen errichteten. Im Zuge der ersten Kolonialisierung der Insel wurde Vrbnk von den Slawen im VI./VII. Jhdt n. Chr. zu einem Dorf mit Befestigungsanlagen ausgebaut und gelangte zu einiger Wichtigkeit - wie die beiden Paläste der Frangipani innerhalb der Stadtmauern und einige weitere außerhalb beweisen. Den ersten kroatischen Siedlern folgten in den Jahrhunderten darauf neue Bewohner aus anderen Gegenden der Insel und dem nahen Festland. Die Gemeinde, die sich bald zum Christentum bekehrte, verfügte über eine reichhaltige Dokumentation in der alten russischen Schrift: die Priester von Verbnk lernten in ihrem Seminar, das bis Anfang des XIX. Jhdts existierte, gleichberechtigt beide Alphabete zu benutzen, das lateinische und das russische. Die Bevölkerung benutzt noch heute den alten Dialekt Ciäkava, in der Mundart "ce". Der Ort hat sich das Flair eines befestigten Reckens erhalten - mit der heute noch sichtbaren Stadtmauer, den Türmen und den zwei Stadttoren. Wie in der Vergangenheit sind die Einwohner von Vrbnk auch heute noch in der Landwirtschaft beschäftigt, vor allem mit der Produktion des bekannten Weißweines "Zlahtina". Viele der zahlreichen auf dem Gemeindegebiet rrichteten Kirchen sind noch heute vorhanden: wir wollen hier die Pfarrkirche mit der herrlichen gotischen Rosenkranzkapelle erwähnen und die aus dem XIV. Jhdt stammende Kapelle, die dem Patron von Vrbnk, San Giovanni Battista. geweiht ist. In der Pfarrkirche ist zudem ein wahrer Schatz aufbewahrt: antike Handschriften und notarielle Dokumente in russischer Schrift und eine weitere interessante Dokumentation in der Bibliothek Vitezic. Sie wurde der Stadt von dem berühmten einheimischen Juristen. Historiker und Publizisten Dinko Vitezic hinterlassen. Vitezic war einer der Hauptexponenten der nationalen kroatischen Bewegung Istriens und des Quamero. Während des Sommers finden Tanzabende und andere Veranstaltungen statt, die den Besucher bestimmt interessieren • wie z. B. die Ausstellungen der Galerie "Bacin Dvor".
 
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Der Ort liegt im Nordosten der Insel inmitten eines riesigen, 555 km2 großen Gebietes, das übersät ist mit Dörfern und einzeln liegenden Höfen. Gegenüber auf dem Festland liegt der Ort Crikvenica, zu dem seit den 50er Jahren eine Fährverbindung besteht. Dobhnj ist eine reizende Kleinstadt, die sich aus einem Recken rund um das Schloß der Herzöge Frangipane entwickelt hat. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes finden wir in einem Dokument aus dem XII. Jhdt, geschrieben mit dem russischen Alphabet. Archäologische Ausgrabungen bestätigen jedoch, daß die ersten Ansiedlungen hier im Gebiet aus vorhistorischer Zeit
sind und mit den Liburnikern vom Volke der Illyrier. zu denen sich später die Griechen gesellten, im Zusammenhang stehen. Die gegend wurde von den Römern besiedelt, und zu Ende des VI./Anfang des VII. Jhdts kamen die Kroaten, die sich hierniederließen und sich schließlich der einheimischen Bevölkerung anglichen, indem sie z. B. zum christlichen Glauben übertraten. Auch mit der Ankunft zahlreicher Moriakkenfamilien Mitte des XV. Jhdts behielt die Bevölkerung ihr altes Ciäkava in der Mundart "Ciö" bei. Anfangs wurde der Ort befestigt, aber mit der Zeit fühlte sich die Bevölkerung so sicher, daß sie auf die Stadtmauer verzichtete und nur die Häuser selbst sicherte. Leider stellten die wiederholten Angriffe der Uskokken aus Senj und der sarazenischen Piraten die Widerstandskraft der Bewohner auf eine harte Probe. Jahrhundertelang widmete sich die Bevölkerung der Viehzucht und dem Olivenanbau - im Altertum wurden dazu noch die heute verlassenen Salinen in der Bucht von Soline und Meline ausgebeutet. Im XIX. Jhdt wurde in Silo die erste Dampfschiffahrtsgesellschaft gegründet, die auf der Insel arbeitete. Die Verbindung mit dem Festland führte in den 50er Jahren zur Wiederbelebung des Tourismus und zu einem folgenden wirtschaftlichen Aufschwung, der endlich die Abwanderung stoppte, die Ende des XIX. Jhdts begonnen hatte. Das herrliche Meer und das blühende Hinterland machen aus dieser Gegend ein wahres Paradies, und so sind auf Gemeindegebiet viele Villen und Häuser für die Ferien gebaut worden. In Klimno gibt es für den Touristen eine Hafenanige für Privatboote, und die verschiedenen Liegeplätze bieten einen entspannten Aufenthalt. Im Hinterland gibt es eine große Menge interessanter Ausflugsziele: in vielen Dörfern sind noch die alten rustikalen Bauwerke enthalten, und viele Kirchen bewahren sehr interessante künstlerische Schätze auf. wie z. B. die Kunstgalerie, die heute in der Kirche Sant'Anna untergebracht ist. oder das wertvolle von Paolo Veneziano gemalte Altarbild (XIV. Jhdt), das sich in der Kirche Santo Stefano befindet. Nicht weit entfernt haben Sie die Möglichkeit zur Besichtigung einer prähistorischen Grotte, der Biserujka. Traditionell finden jedes Jahr viele Feste und Feierlichkeiten statt, unter denen die Stpanja (oder das S. Stefansfest) Anfang August eine der bekanntesten ist.
 

 

 

 

2002 (c) www.KRK-Croatia.com

 

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